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Kurztrip Rügen

Wir haben den zweiten Weihnachtstag und nichts vor aber einen halb-fertigen Camper vor der Haustür. Da sich zur Zeit, bei meinem Schatz, alles nur um den Kastenwagen dreht, lag es nahe, die freie Zeit für einen spontanen Kurztrip nach Rügen zu nutzen.

Das wir nicht der Smartphone-Generation angehören, fiel es uns nicht schwer dem medialen Konsum zu entsagen und haben innerhalb von 1,5 Stunden das Nötigste in unseren Camper gestopft und uns auf den Weg gemacht!

Die 3 stündige Fahrt hatte uns nichts besonderes beschert als wir endlich auf Rügen ankamen. Kaum hatten wir die Rügenbrücke verlassen stellte sich uns die Frage: Und wohin jetzt? Planungsresistent, wie wir nu mal sind, wollten wir uns von Google-Maps inspirieren lassen, starrten aber nur auf unbeleuchtete Handy-Scheiben.
Akkus leer und kein 12-Volt-Akkuladegerät an Bord. War mal wieder typisch! Und nu? Alle Tankstellen anfahren und nach Ladeadaptern auschau halten. Nach wenigen Versuchen hatten wir dann auch endlich Glück und konnten einen völlig überteuerten Adapter ergattern.

Egal, ich hätte auch das 5-fache bezahlt und sogleich wurde mir auch klar: auch wir kommen ohne diese kleinen Teufelswerkzeuge (Smartphone) nicht mehr klar … eine bittere Erkenntnis.

So luden wir erst einmal das Handy von meinem Herzblatt auf und starteten die Stellplatz-App. Der nächste Stellplatz, der uns von kundigen Usern angeboten wurde befand sich bei Sellin: “Stellplatz in Strandnähe, zum Strand aber nur über Berg zu erreichen”.
Unser erster Gedanke: wir sind hier nicht in den Alpen, was verstehen die unter Berg? Eine Düne? ein Hügel? Das ist doch für uns absolut kein Problem!  Da der Stellplatz geschlossen hatte, stellten wir uns in der Nähe an die Straße und machten uns auf den Weg und schlugen uns durch einen Waldstreifen der zum Strand hin doch ein nicht ganz unerhebliches Gefälle hatte, aber bergab war es recht easy und wurden mit einem relative einsamen und langen Strand belohnt.
Wir und unser “Mimi” konnten nach dem Weihnachtsstress endlich wunderbar entspannen.

Aufgrund der gruseligen Jahreszeit wurde es schon um 15:30 Uhr dunkeln und die Stellplatzsuche für die Übernachtung von Nöten. Die Stellplatz-App offerierte uns einen günstigen Platz mit Waschhaus in Putbus. Nach einer kleinen Irrfahrt (zum Glück, wie sich später herausstellte) kamen wir am Ziel an. 15 Euro pro Tag inkl. Strom zzgl. Waschraumnutzung für 5 Euro (pro Person ?)

Wir suchten nach der Rezeption und trafen dabei auf einen netten Wohnmobilist, der uns darüber informierte, dass die Rezeption nicht mehr besetzt ist und wir einfach parken und nächsten Morgen bezahlen können. Ich fand den Stellplatz einfach gruselig wollte aber erstmal nett essen.

Essen im Fisch- und Steakhouse in Putbus.
Die Ausgaben für das Essen hätte für eine First-Class-Übernachtung in einem 5-Sterne- Hotel gereicht. Uns wurde ein 1000-Gramm-Tomahawk-Steak serviert. Teils mager, teils fett-marmoriert, so wie es mein Schatz am liebsten mag. Die Beilagen (bis auf den Salat) waren eher aus der Convenience-Küche und passte so gar nicht zu dem Steak.

Gut gestärkt und gefühlt fettleibig schleppten wir uns zurück zum Stellplatz und ich war mir nach de Ankunft, dass ich hier nicht übernachten möchte.

Also zurück, zu dem Parkplatz von vorhin, wo wir gewendet haben als wir uns verfahren hatten. Wo findet man schon einen Parkplatz, in einer beleuchteten Allee am Badehaus Goor direkt am Meer? Ideal für Nachtspaziergang mit “Mimi”, ganz alleine ... direkt am Meer. Wirklich toll!

Nach dem Spaziergang wollten wir nur noch ins warme Bett hüpfen und die Augen zudrücken, als wir entsetzt feststellen mussten: der Kasten hat kein Strom, kein Licht, keine Heizung. War das jetzt das Ende der Reise und wir mussten nach Hause?

Nein, der “Chefmechaniker” und gleichzeitig mein Herzblatt konnte es richten. Nur ein Wackelkontakt an den Batteriekontakten. Mir war zwar die eine Wasserflasche in die Bordelektrik gefallen, aber daran lag es nicht! Die Heizung lief an und alles war gut.

Am nächsten Morgen das “frisch,-mach” Bedürfnis. Im IFA Binz Kostenpunkt 4 Euro pro Person Aufenthalt 1 Stunde zzgl. 15 Minuten Kulanz. Das Problem, der Chef hatte keine Badehose mit ?!!
Also erstmal zum Kaufhaus “Stolz” das “etwas andere Kaufhaus”. Hier gibt's  Badehosen (und auch Handschuhe!) . Der Kauf hat sich gelohnt. Der Bade-Wellness-Bereich beim IFA ist wirklich ein Traum. Absolut sauber, zu dieser Jahreszeit/Uhrzeit eine einzige Besucherin. Einzeldusche, die läuft solange man möchte in der Wunschtemperatur, Kabine mit Spiegel und viieell Platz, Toiletten super sauber!, das Erlebnisbad ist sehr warm allerdings auch sehr klein. Für insgesamt 3 Personen aber durchaus ausreichend! Ich habe noch in keinem Schwimmbad solche sauberen und guten Sanitär Anlagen gesehen!!!!

Schwimmen macht bekanntlich hungrig, ab zum nächsten Bäcker um die Ecke von IFA Bereich.Das Frühstück war okay.
Der Kaffee nicht wirklich erwähnenswert.

Das nächste Ziel was Sassnitz. Ganz durch gefahren, am Ende beginnt das Naturschutz-Gebiet. Viele Parkverbot-Schilder;-)  Die Ausläufer der Kreidefelsen bewundern und sich den Ort ansehen. War nett aber der Hund musste aufgrund der vielen Leute an die Leine. Die Abbruchkanten sahen bedrohlich aus, bei Sturm oder Regen ist ein Spaziergang nicht empfehlenswert! .. zumindest nicht für eher vorsichtige Menschen wie mich (Schisser)

So, jetzt stand eine Entscheidung an, andere Orte auf Rügen entdecken oder einfach weiter entlang der Ostseeküste? Entlang der Ostseeküste! … aber dann kam auf der Fahrt ein Anruf von der daheim gebliebenen 17jährigen  Tochter. Es hat jemand angerufen, eine Dame hat unseren KFZ Schein gefunden?!

Huch, also kehrt. Schön, sonst passiert immer nur mir sowas, jetzt auch meinem Herzblatt . Irgendwie war es ein Grund zu Freude ;-) Ab zur Bäckerei in Binz.

Dann bleiben wir halt auf Rügen!
Wieder an einem der zahlreichen schönen Strände auf Rügen. Spaziergang zwischen Glowe und Breege. Nach einem weiteren Sparziergang auf in die Shoppingmeile von Binz. Ein Einkaufsbummel macht schliesslich hungrig. Ein nettes griechisches Restaurant “El Greco”sprach uns an. Mein Moussaka war lecker. Mein Herzblatt fand seine Speise OK, was für ihn eine hohe Auszeichnung für ein griechisches Restaurant ist.  Die Bedienung sehr nett.

Und nach kurzem überlegen, wieder zu unseren geliebten Stellplatz in Putbus. Die Allee bietet einen Verdauungs-Spaziergang auch bei Dunkelheit mit oder ohne Hund  einfach an.

Der 3. Tag hatte schon seine Routine, ab in unser IFA Wellness Ressort und danach zum Bäcker. Nach einem Strandspaziergang in Göhren der aufgrund von Polenböller und der Reaktion unseres Mimis das Ende der Reise langsam einläutete besuchten wir noch die Eisenbahn vor Ort und den Ort.

Auf zu Rückreise über Garz der kleinen tollen Senfmanufaktur. Die Bedienung war sehr nett und man konnte munter alles probieren. Ich als nicht “Senf-Liebhaber”  war wirklich überrascht über den wirklich guten (diverse Geschmacksrichtungen!!) Senf, selbst für mein Herzblatt war überdimensionaler scharfer Senf vorhanden, der ihn begeisterte. Für unseren Opa nahmen wir Knall, Rülps, Furz Bier mit. Mal sehen wie es ihm gefällt. Wir haben glatt 42 Euro für Senf & Co. ausgegeben.

Weiter zu einem wirklich tollen Hofladen mit Fischräucherei in Rambin. Nicht ganz billig aber lecker (!!!) Also ich habe die berühmte Rügener Kreide gekauft (soll gegen Akne helfen), die war auch nicht billiger als in anderen Städten auf Rügen. Die Wirkung bleibt abzuwarten. Nebenbei haben wir noch Tee, Gewürze und super leckere Fischbrötchen gekauft.

Kleiner Shopping-Halt in Rostock und ab nach Hause.

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